• < Christiane Löhr | Sofi Zezmer >


    25. Mai 2003 bis 06. Juli 2003

    kuratiert von Elke Gruhn

  • Beide Künstlerinnen entziehen sich herkömmlichen Ordnungssystemen und Alltagserfahrungen, verbinden Bekanntes zu neuen Kosmen.Wie das integrale Produkt zweier Funktionen überwirft die Ausstellung das Denkschema des Dualismus, die Dinge zu ordnen in ein entweder / oder. Offengelegt wird die Parallelität beider gleichzeitigen Wahrheiten, wie die beiden Seiten einer Medaille, hinter der sich die eine Identität verbirgt.

    Jede der beiden Positionen bildet für sich eine Matrix mit unendlich vielen Dimensionen. Die Ausstellung zeigt neben diesen das integrale Produkt beider Künstlerinnen: Christiane Löhr und Sofi Zezmer bedienen sich der „Fundstücken“ ihrer Welt, auf der Suche nach ihnen erfinden sie diese gleichzeitig permanent neu und werden zu Elementarteilchen ihrer Objekte. Die mikroskopische Elementarteilchen Ebene wird durch das makroskopische der Alltagserfahrung, der Erscheinungswelt begreiflich.

    Mit der jeweiligen Wahl ihres Mediums beschreiben beide Künstlerinnen Christiane Löhr (*1965, Wiesbaden) und Sofi Zezmer (*1959, Lodz) einen extremen Zustand, wie er kaum gegensätzlicher sein könnte. Löhr bedient sich für ihre plastischen Arbeiten ausschließlich in der Welt der reinen Natur, Zezmer dagegen nur in der absolute Kunstwelt:

    Während Christiane Löhr aus Samen, Fruchtständen, Kletten, Tierhaaren und anderen Produkten der Natur poetische Objekte erschafft, komponiert Sofi Zezmer ihre phantastische Gebilde aus Massenprodukten der Kunststoff-Industrie: Schläuche, Verschlüsse, Klemmen aus dem medizinischen Bereich bis hin zu Federbällen und Trichtern aus Plastik.
    Alltägliche Gebrauchsgegenstände und Bekanntes der Natur, aber auch Raritäten aus dem jeweiligen Bereichen erwachsen durch beide Künstlerinnen zu Neuem, so noch nicht gesehenem, zu Kreation, mit immanenter Logik.

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