• Corinna Rosteck / Whirl & Wake


    09. Februar 2001 bis 04. März 2001

    NKV extra

    kuratiert von Felicitas Reusch

  • Es ist schwer, einen kleinen Raum mit einer Ausstellung zu bespielen. Mit "Whirl & Wake" zeigt die Berliner Künstlerin Corinna Rosteck im NKV ein fotografisch-filmisches Spiel über Licht und Wasser. Vor allem der große Foto-Leuchtkasten beherrscht den Raum: eine Schwimmerin ist zu sehen oder eigentlich nur ihre obere Gesichtshälfte und zwei Arme, die des Wasser zerteilen. Der Rest ist in der dunkelblau schimmernden Tiefe verborgen. Die Wellenbewegungen des Wassers, die Tropfen und Spiegelungen haben sich wie ein silberner Schleier über den Körper gelegt, ein Spiegel, der verhüllt und gleichzeitig verdoppelt.

    Doch die Schönheit der Komposition findet nur einen Schritt entfernt ein schnelles Ende. Dort hat Rosteck eine silberne Tonne installiert, eine Wassertonne ohne Wasser, in die man hineinschauen kann: Auf Videobildern ist eine badende Frau zu sehen, mal geht sie durch das Wasser, dann scheint sie darin zu ertrinken. Nach und nach stocken die Bilder, spiegeln sich, lösen sich auf und bleiben für kurze Zeit auch ganz stehen. Wie in einem Wasserstrudel soll sich der Betrachter fühlen. Allein: Die Tonne ist zu klein. Man steht davor wie vor einem Wasserloch in der Wüste. Zu gerne würde man da hineintauchen, doch es hilft alles nichts.

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