• Ausstellungsplakat

    Zehra Doğan, Untitled, 2017, Courtesy und ©: die Künstlerin, Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, Christian Lauer

    Zehra Doğan, Untitled, 2017, Courtesy und ©: die Künstlerin, Foto: Jef Rabillon

    Zehra Doğan, Untitled, 2017, Courtesy und ©: die Künstlerin, Foto: Jef Rabillon

    Der Kunst ihre Freiheit /

    Zehra Doğan


    24. Januar 2020 bis 08. März 2020

    Eröffnung / Donnerstag, 23. Januar 2020

     

    Die Doppelausstellungen Der Zeit ihre Kunst / Der Kunst ihre Freiheit wird durch die Hessischen Kulturstiftung gefördert.

  • Unter dem Titel Der Zeit ihre Kunst / Der Kunst ihre Freiheit verhandeln die international besetzte Gruppenausstellung sowie die Einzelausstellung der kurdischen Journalistin und Künstlerin aus der Türkei Zehra Doğan das gegenwärtige Erstarken des Autoritären und Populistischen.

    Unter dem zweiten Teil der Wiener Maxime Der Kunst ihre Freiheit ist die erste Einzelausstellung in Deutschland der kurdischen Journalistin und Künstlerin Zehra Doğan (*1989, Diyarbakır, Türkei) mit einer umfangreichen Auswahl an Arbeiten aus zwei Schaffensperioden zu sehen. Nachdem Zehra Doğan 2016 wegen einem Gemäldes, das die von der türkischen Armee zerstörte Stadt Nusaybin darstellt, und der auf Social Media geteilten Nachricht eines 10-jährigen Kindes verhaftet wurde, sind die Werke der Clandestine Days (2017) nach ihrer Entlassung aus der fünfmonatigen Untersuchungshaft entstanden. Während dieser Zeit war sie in Istanbul untergetaucht. Nach der anschließenden Verurteilung wegen angeblicher terroristischer Propaganda im Juli 2017 arbeitete die Künstlerin unter noch weitaus schwierigeren Bedingungen auch im Gefängnis von Diyarbakir (2017-2018) heimlich weiter. Mit ihren Gemälden und Zeichnungen tritt Zehra Doğan für Presse- und Meinungsfreiheit ein und dokumentiert mit künstlerischen Mitteln die aktuelle Lage in der Türkei. Während ihr im Gefängnis der Zugang zu Malfarben verwehrt blieb, nutzte sie Kartonage, Bettlaken, Menstruationsblut und Speisereste, um ihre künstlerische Arbeit fortführen zu können. So reflektieren die Werke aus dieser Zeit auch durch ihre Materialität den Zustand der Unterdrückung und Zensur sowie Wege des Widerstands dagegen.

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