• INDECLINE, The People’s Prison, 2018, Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2020, © und Courtesy: Die Künstler*innen, Foto: Christian Lauer

    Wen Yau, Wir sind das Volk! (homage to all peaceful revolutionaries),2019, © und Courtesy: Die Künstlerin, Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2020, Foto: Christian Lauer

    Csaba Nemes, Occupy Moment, 2019, © und Courtesy: Der Künstler, Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2020, Foto: Christian Lauer

    Eugenio Merino, Toxic Trump, 2017, © und Courtesy: Der Künstler, Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2020, Foto: Christian Lauer

    Der Zeit ihre Kunst /


    24. Januar 2020 bis 08. März 2020

    Makoto Aida / Ines Doujak / Işıl Eğrikavuk / INDECLINE / Eugenio Merino / Csaba Nemes / Tools for Action / Wen Yau

    Eröffnung / Donnerstag, 23. Januar 2020

    Die Ausstellung Der Zeit ihre Kunst basiert auf einer Ausstellung der HALLE 14 - Zentrum für zeitgenössische Kunst, Leipzig. Dort wurde sie 2019 unter dem Titel Die Enden der Freiheit gezeigt und durch die Kulturstiftung des
    Freistaates Sachsen, die Botschaft des Königreichs der Niederlande und das Goethe Institut Hongkong gefördert.

    Textausschnitte aus Ausstellungstext Die Enden der Freiheit von Michael Arzt.

    Die Doppelausstellung Der Zeit ihre Kunst / Der Kunst ihre Freiheit wird durch die Hessische Kulturstiftung gefördert.

  • Unter dem Titel Der Zeit ihre Kunst / Der Kunst ihre Freiheit verhandeln die international besetzte Gruppenausstellung sowie die Einzelausstellung der kurdischen Journalistin und Künstlerin aus der Türkei Zehra Doğan das gegenwärtige Erstarken des Autoritären und Populistischen.

    Ein Backlash des Autoritären hat die Demokratien erwischt. Seit 2003 wurde die Türkei erfolgreich in eine Präsidialdemokratie umgebaut. Der Ministerpräsident in Ungarn schuf eine illiberale Demokratie nach dem Modell Russlands. Und ein amerikanischer Milliardär führt seit 2017 mit rassistischer Rhetorik und politischen Entgleisungen das mächtigste Amt der Welt. Populistische Parteien in ganz Europa drehten den politischen Diskurs in Europa nach rechts, feiern Wahlerfolge und beteiligen sich an Regierungskoalitionen. Beim neuen Populismus handelt es sich um eine Antipolitik, die auf Spaltung aus ist. Ausgrenzender Spott, Provokation, Political Incorrectness sind die Waffen dieser Bewegung. Kunst und Kultur selbst sind in diesen Strudel geraten und wieder zum Streitfall geworden.


    In der Gruppenausstellung Der Zeit ihre Kunst stemmen sich Makoto Aida, Ines Doujak, Işıl Eğrikavuk, INDECLINE, Eugenio Merino, Csaba Nemes, Tools for Action und Wen Yau gegen neue Zumutungen in ihren Ländern, gehen auf die Straße, beteiligen sich am gesellschaftlichen Aushandlungsprozess, weisen auf Gefahren hin und provozieren sie ihrerseits. Welchen politischen und künstlerischen Einschränkungen sehen sich Kunstschaffende ausgesetzt? Wie und mit wem solidarisieren sich Künstlerinnen und Künstler und wer mit ihnen? Welche Rezepte, die eigene Handlungsmacht zurückzugewinnen, kann Kunst bieten?

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