• Klaus Gärtner / Kunst und öffentlicher Raum


    26. August 2001 bis 07. Oktober 2001

    Museumsfragmente / Ein Vorschlag zur Kunst im öffentlichen Raum

    Klaus Gärtner und Zaeske + Maul Architekten BDA mit Marcello Chiaramonte

    Kuratiert von Ulrich Deutschle

  • Der Kunstverein zeigte in dieser Ausstellung Skulpturen, die auf eigenartige Weise mit Architektur verschränkt sind. Beziehung impliziert Prozess. Die Ausstellung gewährt einen Einblick auf einen solchen Prozess wie durch ein Fenster. Den Anstoß für diesen Prozess gab das Krefelder Stadtplanungsamt. Es stellt Herrn Gärtner, einen in Krefeld lebenden und arbeitenden Künstler vor die Frage, ob und wie er sich eine inhaltliche Ausgestaltung der Krefelder Promenade vorstellen könne. Gemeint war ein 14 Kilometer langes Areal, das, parallel zu einer die Stadt durchschneidenden Bahntrasse verlaufend, städtebaulich entwickelt werden soll. An diesem innerstädtischen Band gelegen, wies das Planungsamt ein Grundstück für den Museumsbau aus – eine reine Illusion angesichts der leeren kommunalen Kassen.

    Trotzdem wurde sie zum Impuls für ein von Zaeske + Maul Architekten BDA mit Marcello Chiaramonte entwickeltes, imaginäres Museum, das mit seine Architektur Bezug nimmt auf hervorragende Beispiel Krefelder Architekturgeschichte und die Topografie der Promenade. Klaus Gärtner zerlegt diese in sich stimmige Museumsarchitektur in skulpturale Fragmente, die, wiederum in architekturale Trägerstrukturen transformiert, im Entwicklungsraum der Krefelder Promenade peu á peu realisiert werden soll. Diese würden dann von Künstlern "bespielt" oder auch anderweitig genutzt. Im Idealfall entstehe ein offenes Museum mit räumlich, zeitlich und inhaltlich rotem Faden, das auch museumspädagogisch in die Zukunft weise, meint Gärtner. Sein Museum in Splittern wird zwangsläufig zu einer Angelegenheit der Öffentlichkeit, zur permanenten öffentlichen Diskussion um die Bedeutung von Kunst.

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