• Mirjam Völker, Bann, 2015, Acryl auf Leinwand, 180 x 220 cm, Sammlung Hildebrand, Leipzig, courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin, Foto: Stefan Fischer, Leipzig

    Mirjam Völker, Biwak, 2015, Acryl auf Leinwand, 80 x 100 cm, Sammlung Hildebrand, Leipzig, courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin, Foto: Stefan Fischer, Leipzig

    Mirjam Völker, Lunte, 2014, Kohle und Bindemittel auf Papier, 139 x 109 cm, Sammlung Stahlberg, Nürnberg, courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin, Foto: Stefan Fischer, Leipzig

    Mirjam Völker, Irrlicht, 2010, Acryl auf Leinwand, 180 x 150 cm, Courtesy private Sammlung, Installationsansicht im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden 2017, © Janine Drewes und Nassauischer Kunstverein

    Mirjam Völker, Wipfel, 2010, Acryl auf Leinwand, 220 x 170 cm, Courtesy Sammlung Sasse, Aschersleben, Installationsansicht im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden 2017, © Janine Drewes und NKV

    Mirjam Völker, Vorhut, 2011, Acryl auf Leinwand, 110 x 140 cm, Courtesy Sammlung Sasse, Aschersleben Installationsansicht im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden 2017, © Janine Drewes und NKV

    Installationsansicht im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden 2017, © Janine Drewes und Nassauischer Kunstverein Wiesbaden

    Mirjam Völker, Zyklop, 2012, Acryl auf Leinwand, 260 x 200 cm, Courtesy Sammlung Hildebrand, Leipzig, Installationsansicht im Nassauischen, Kunstverein Wiesbaden 2017, © Janine Drewes und NKV

    Mirjam Völker, Lunte, 2014, Kohle und Bindemittel auf Papier, 139 x 109 cm, Courtesy Sammlung Stahlberg, Nürnberg, Installationsansicht im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden 2017, © Janine Drewes und NKV

    Mirjam Völker, Biwak, 2015, Acryl auf Leinwand, 80 x 100 cm, Courtesy Sammlung Hildebrand, Leipzig, Installationsansicht im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden 2017, © Janine Drewes und NKV

    Mirjam Völker, Bann, 2015, Acryl auf Leinwand, 180 x 220 cm, Courtesy Sammlung Hildebrand, Leipzig, Installationsansicht im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden 2017, © Janine Drewes und NKV

    Installationsansicht im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden 2017, © Janine Drewes und Nassauischer Kunstverein Wiesbaden

    Mirjam Völker, Stiege, 2016, Acryl auf Leinwand, 150 x 120 cm, Courtesy Sammlung Stahlberg, Nürnberg, Installationsansicht im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden 2017, © Janine Drewes und NKV

    Installationsansicht im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden 2017, © Janine Drewes und Nassauischer Kunstverein Wiesbaden

    Mirjam Völker, Zunder, 2009, Acrylund Sprühlack auf Papier, 102 x 83,5 cm, Courtesy Sammlung Hauser, Augsburg, Installationsansicht im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden 2017, © Janine Drewes und NKV

    Mirjam Völker, Anschein, 2008, Acryl und Sprühlack auf Papier, 58 x 78 cm, Courtesy Sammlung Hagen, Augsburg, Installationsansicht im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden 2017, © Janine Drewes und NKV

    Mirjam Völker, Transit, 2010, Acryl auf Leinwand, 180 x 230 cm, Courtesy Sammlung Völker, Wiesbaden, Installationsansicht im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden 2017, © Janine Drewes und NKV

    Installationsansicht im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden 2017, © Janine Drewes und Nassauischer Kunstverein Wiesbaden

    Mirjam Völker /

    Vorposten


    18. März 2017 bis 30. April 2017

    Eröffnung am Freitag, 17. März 2017, ab 18 Uhr


    Die Nassauische Sparkasse Wiesbaden fördert die Ausstellung im Rahmen ihrer Reihe PERSPEKTIVEN DER ZUKUNFT.

  • Befinden wir uns vor oder nach der Katastrophe? Menschenleer sind die Behausungen in Mirjam Völkers teils apokalyptischen, teils leise hoffnungsvollen Bildern. Stattdessen ist die Natur Hauptakteur, der sich bedrohlich gegen die Hütten erhebt. In den surrealen Gemälden und Zeichnungen entbrennt ein spannungsgeladener Kampf zwischen Natur und zivilisatorischen Artefakten, die sich dabei dennoch sehr ähnlich sind, wie sie ineinander hineinwuchern und sich gegenseitig zerstören. Auf technischer Ebene wird dieser Kampf, der durch die Verwendung starker Komplementär- bzw. Schwarzweißkontraste noch unterstrichen wird, ebenso zum Spiel mit verschiedenen, sich überlagernden Ebenen und Perspektiven, Fakt und Fiktion.

    Das Spiel mit dem Dokumentationscharakter der, an die fotorealistische Malerei erinnernden, Bilder löst eine zusätzliche Verunsicherung aus. Dieser Zweifel verweist auf die generelle Instabilität, die in Mirjam Völkers Arbeiten zum Ausdruck kommt: statische Elemente werden von dynamischen Bewegungen vereinnahmt, dunkle Schatten bedrohen die Szenerie in gleichem Maße wie unerklärliche Transparenzen und auch die Behausungen in ihrer provisorischen Bauweise drohen jeden Moment einzustürzen. Die Kreativität, mit der sie allem Augenschein nach gebaut wurden, erinnert an die Bauweisen informeller Siedlungen. Die Not macht erfinderisch. Diese menschliche Kreativität und das Licht, das in einigen Bildern aus den Fensteröffnungen leuchtet, sind die einzigen Hinweise auf ihre (einstigen?) Bewohner, die verschwunden sind. Zugleich steht die menschliche Kreativität im Einklang mit dem Gestaltungsreichtum der Natur, der sich in dem Gewirr aus Ästen und Zweigen zeigt. So chaotisch und instabil wie beides erscheint, stehen sie im Kontrast zu der Präzision und Akkuratesse, mit der Mirjam Völker ihre detailreichen Bilder aus Acryl und Kohle schafft. Dabei entstehen ganz verschiedene Formen von Vegetation-Behausungs-Kombination bei denen man sich fragt, was in was wuchert, die Natur in die Hütten oder die Hütten in die Natur? Was war zuerst da? Was wird überdauern? Befinden wir uns vor oder nach der Katastrophe?

    Über die Künstlerin /
    Mirjam Völker (*1977, Wiesbaden) studierte freie bildende Kunst an der Akademie für Bildende Künste der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und anschließend Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig. 2010 schloss sie dort ein Meisterschülerstudium bei Neo Rauch ab. Es folgten Einzelausstellungen in Frankfurt am Main, Augsburg, Hamburg, Berlin und nun in ihrer Heimatstadt Wiesbaden. Seit Dezember 2016 wird sie von der Galerie EIGEN + ART, Leipzig und Berlin vertreten. Mirjam Völker lebt und arbeitet in Leipzig.

     

     

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