• Installationsansicht Helga Schmidhuber, © Holger Schmidhuber und NKV

    Helga Schmidhuber / Gedankenskizze, 2015, © The Artist

    Christine Moldrickx / Sink, 2016, © Holger Schmidhuber und NKV

    Christine Moldrickx / SunsetBabySeal, 2015, © Holger Schmidhuber und NKV

    Installationsansicht Joshua Reimann, © Holger Schmidhuber und NKV

    Installationsansicht Ann-Kristin Hamm / O.T., 2016, © Holger Schmidhuber und NKV

    Installationsansicht Patricia Reinhart / APOCALYPSE NOIR AND THE WOMAN IN THE GARDEN, 2015/2016, © Holger Schmidhuber und NKV

    Installationsansicht Patricia Reinhart / APOCALYPSE NOIR AND THE WOMAN IN THE GARDEN, 2015/2016, © Holger Schmidhuber und NKV

    Patricia Reinhart / APOCALYPSE NOIR AND THE WOMAN IN THE GARDEN, 2015/2016, © The Artist

    Installationsansicht Dominik Halmer, © Holger Schmidhuber und NKV

    Installationsansicht Dominik Halmer, © Holger Schmidhuber und NKV

    Installationsansicht Tobias Hantmann und Felix Schramm, © Holger Schmidhuber und NKV

    Felix Schramm / Two Way Head In Grey Setting, 2015, © The Artist

    Installationsansicht Simon Hemmer / rechtslinks, 2015, © Holger Schmidhuber und NKV

    Simon Hemmer / rechtslinks, 2015, © The Artist

    Installationsansicht Holger Schmidhuber und Felix Schramm, © Holger Schmidhuber und NKV

    Holger Schmidhuber / o.T. - unsehbar I, 2016, © The Artist

    Installationsansicht Carsten Fock, © Holger Schmidhuber und NKV

    My Castle is your Home


    12. März 2016 bis 01. Mai 2016

    Eröffnung am Freitag, den 11. März, ab 18 Uhr

  • Carsten Fock / Dominik Halmer / Ann-Kristin Hamm /
    Tobias Hantmann / Simon Hemmer / Christine Moldrickx /
    Joshua Reiman / Patricia Reinhart / Helga Schmidhuber /
    Holger Schmidhuber / Felix Schramm


    „Mit voller Absicht diesen Satzdreher! Die besten Künstlerfreunde mit ihren jeweiligen Spezialdisziplinen zu zeigen, ist mein Ansatz“. So umschreibt Helga Schmidhuber (*1972, Wiesbaden) ihre kuratorische Idee.

    Bereits zwei Jahre vor dem Abschluss ihres Studiums bei Albert Oehlen an der Kunstakademie Düsseldorf debütierte sie beeindruckend mit ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung im Nassauischen Kunstverein 2002. Helga Schmidhuber will mit der Ausstellung My castle is your home ein künstlerisches Glaubensbekenntnis ablegen: Frei nach dem Motto „Daran glaube ich. Das will ich Euch zeigen."

    Als Gastkuratorin öffnet der Kunstverein ihr das Haus. Die geladenen Künstler sollen sich in ihrer „Hochburg“ heimisch fühlen. Deshalb wird sie ganz private Einblicke in ihre eigene Sammlung – sozusagen in ihr „Gästezimmer“ – in Form einer Installation erlauben. Der Fokus der Ausstellung liegt allerdings auf ihren Kollegen und Freunden, die sie während des Studiums und auf diversen Residencies kennenlernte.

    Diese Weggefährten aus Düsseldorf, Köln, Berlin, München, Wien, Paris und Pittsburgh verbinden eine große Gemeinsamkeit: Alle zeigen unverwechselbare, eigenständige Positionen in unterschiedlichsten Medien.

    Die Serie sink (2015) von Christine Moldrickx (*1984, Münster) erinnert durch Material und Formgebung an Waschbecken, gleichzeitig wird die eigentliche Funktion durch die fehlende Armatur und die Öffnung zum Boden negiert. Joshua Reimans (*1972, Phoenix, USA) Filme hinterfragen Themen wie Forschung, Herkunft und Natur. In den üppigen Landschaften der Filme führen Reimans Protagonisten den Zuschauer durch vielschichtige Gedanken zu Kunst, Geschichte und volkstümlicher Kultur. Zwischen Malerei und Zeichnung kommentieren Carsten Focks (*1968, Deutschland) Arbeiten ebenfalls aktuelle Themen von Kunst, Mode, Pop, Werbung und Politik. In den dynamischen Arbeiten entlädt sich ein ausdrucksstarkes Spannungsfeld vibrierender Farbklänge und dichter Pinselstriche. Demgegenüber erinnern die großformatigen Malereien in zarten Pastellfarben von Ann-Kristin Hamm (*1977, Mönchengladbach) in ihrer Leichtigkeit an asiatische Porzellanmalerei. Das Spiel der floralen Formen sowie die verschiedenen Bildebenen erzeugen die collagenartige Atmosphäre einer traumhaft wirkenden Pflanzenwelt. Wie surreale Referenzen zur Wirklichkeit lesen sich hingegen die Zeichnungen Simon Hemmers (*1978, Köln). Einer inneren Logik folgend, eignet er sich Motive aus den Bereichen Werbung, Unterhaltung und Subkultur an und collagiert sie zu spannungsreichen Tableaus. Einen weiteren Themenbereich eröffnen die Ciné-Collagen von Patricia Reinhart (*1977, Wien), in denen sie auf malerische Weise Filmstills verschiedener Charaktere und Schauplätze aneinandermontiert. Alle Figuren werden von ihr selbst performt und dienen ihr als Symbol und Metapher für die Entwicklung einer eigenen Persönlichkeit angesichts eines existentiellen Daseinszustands. In seiner Serie unsehbar (ab 2005) stellt Holger Schmidhuber (*1970, Bad Mergentheim) die visuellen Eindrücke selbst gewählter Blindheit dar. Seine Bilder sind jedoch nicht schwarz, leer und finster, sondern spiegeln die persönliche Farbwelt, Materialität und Perspektive wider, wie er sie hinter seinen gesenkten Lidern sieht. Kunstgeschichte und Philosophie bilden bei den Werken von Dominik Halmer (*1978, München) zwischen Bild und Skulptur ein Referenzsystem, das mit sinnlichen Mitteln Fragen an die Welt und ihre Bedeutung stellt. Über das Zitat des Möbelhaften reichen sie in die Lebens- und Erfahrungswelt des Betrachters hinein. Tobias Hantmann (*1976, Kempten) hingegen nutzt monochrome Veloursteppiche und erzeugt Bilder, die weich und körnig wirken und das Licht in differenzierten Tonwerten reflektieren. Mit zumeist industriellen Materialien arbeitet Felix Schramm (*1970, Hamburg), die in seinen raumbildenden Prozessen wie organische Gewächse erscheinen. Seine Installationen setzen sich aus der Materialität und dem konstruktiven Einbeziehen der sie umschließenden Leere zusammen.

     

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