• Luzie Meyer, Unerringly she pinned it down. She does not like to put it there., 2016, Videostill; Copyright: Die Künstlerin

    Luzie Meyer, Unerringly she pinned it down. She does not like to put it there., 2016, Videostill; Copyright: Die Künstlerin

    Luzie Meyer, Unerringly she pinned it down. She does not like to put it there., 2016, Videostill; Copyright: Die Künstlerin

    Luzie Meyer, The Balcony, 2016, Videostill; Copyright: Die Künstlerin

    Luzie Meyer, The Balcony, 2016, Videostill; Copyright: Die Künstlerin

    NKVextra

    Luzie Meyer /

    Unerringly she pinned it down. She does not like to put it there.


    14. Januar 2017 bis 05. März 2017

    Eröffnung / 13. Januar 2017, um 18 Uhr

  • Die neu entstandene Videoarbeit Unerringly she pinned it down. She does not like to put it there. von Luzie Meyer ist erstmalig im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden zu sehen. Das Video bildet den Ausgangspunkt für eine Serie von experimentellen Arbeiten, die ein Misstrauen gegenüber einem poetischen sowie wissenschaftlichen Sprachgebrauch thematisieren.

    Luzie Meyer befasst sich mit der Wichtigkeit von Sprache als primärem Kommunikationswerkzeug und ihrer damit einhergehende Verantwortung. Was ist Sprache? Wie verständlich muss sie sein und welche Bedeutung kommt der Autorschaft und Selbst-Narration im Gebrauch von Sprache zu?

    Im Video trifft eine obsessive, selbstbezogene Erzählstimme auf Bilder und Kontexte, die sie teils nicht zu erkennen scheint oder nicht adäquat zu benennen vermag. Die Stimme der Künstlerin wird zusammen mit rhythmischen, scharfen Montagen, Musik und Geräuschen als kompositorisches Mittel eingesetzt, um Konflikte zu externalisieren, die der prekären Erfahrung von Subjektivität inhärent sind. Monologisch befragt sich die Stimme selbst, richtet sich aber auch an ihre Umgebung und fordert diese heraus. Im Spannungsfeld des Ichs und des Anderen, dem Innen und Außen reflektiert sie ihre eigene Situation als manipulierte und manipulierende Instanz.

    Luzie Meyers Filme, Videos, Performances und Soundarbeiten thematisieren die Möglichkeit und Unmöglichkeit eines Selbst in verschiedenen Kontexten. Philosophische Ideen werden alltäglichen Vorgängen gegenübergestellt und konventionelle Konstrukte von Bedeutung und Sinn in Frage gestellt. Wiederkehrende Thematiken wie das Fleischwerden des Wortes Sadomasochismus, Absurdität, Nonsens und Solipsismus werden gebraucht, um die Gegenwart nach ihrem Selbstverständnis zu befragen.

    Zur Künstlerin /
    Luzie Meyer (*1990) lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Sie studierte Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt und hat 2016 die Städelschule als Meisterschülerin bei Judith Hopf abgeschlossen. Ihre Arbeiten waren bereits international zu sehen, zurzeit auf der Montreal Biennale of Contemporary Art. Außerdem ist sie 2017/18 Stipendiatin der Hessischen Kulturstiftung für einen neunmonatigen Atelieraufenthalt in Paris.

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