• Rahel Pötsch, 5 Eimer Weiß - 3 Eimer Orange, 2017, Courtesy und ©: Die Künstlerin

    Rahel Pötsch, 5 Eimer Weiß - 3 Eimer Orange, 2017, Courtesy und ©: Die Künstlerin

    NKVextra

    Rahel Pötsch /

    5 Eimer Weiß – 3 Eimer Orange


    25. Mai 2018 bis 08. Juli 2018

    Eröffnung / Donnerstag, 24. Mai 2018, ab 18 Uhr

  • In ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung zeigt sich die Preisträgerin der Kölner Medienhochschule Rahel Pötsch in einer raumgreifenden Videoinstallation. Das Video zeigt die Malerin in Interaktion mit ihrem als Papierkulisse inszenierten Arbeitsplatz.

    Während in Nedko Solakovs A life (Black and White) von 1998 Performer den Akt des fortwährenden Übermalens live im Ausstellungsraum ausführen, legt Rahel Pötsch in 5 Eimer Weiß – 3 Eimer Orange selbst Hand an: Einerseits streicht sie in ruhiger, fast schon meditativer Bewegung, mit dem Pinsel über den für Fotoaufnahmen typischen Hintergrund einer Hohlkehle und scheint dabei selbst mit ihm malerisch zu verschmelzen. Andererseits wird sie unverhofft zum Gegenpol als agiler Bewohner der geheimnisvollen künstlerischen Umgebung. Begleitet werden diese Stimmungswechsel durch kontemplative Geräusche und rituelle Gesänge.

    Unter Verwendung von Stop-Motion-Technik scheint die Kulisse schließlich ein Eigenleben zu entwickeln und reagiert ihrerseits auf die Handlungen der Künstlerin. Das zweidimensionale Trägermaterial Papier, umfasst die Malerin und das Video wiederum erhält durch die Projektion auf einen raumeinnehmenden Paravent etwas Skulpturales. Rahel Pötsch bricht mit den eigentlichen Eigenschaften ihrer gewählten Medien.

    Über die Künstlerin /
    Rahel Pötsch (*1987, Berlin) ist seit 2017 Gaststudentin bei Amy Sillman and Monika Baer an der Städelschule in Frankfurt. Nachdem sie bei Neo Rauch und H.C. Ottersbach an der HGB Leipzig ihr Diplom der Malerei mit Auszeichnung erhielt, studierte sie an der Kunsthochschule für Medien bei Johannes Wohnseifer und Raimund Krumme. Sie war bereits an mehreren Ausstellungen im In- und Ausland beteiligt und erhielt 2015 den Preis der Freunde der Kölner Medienhochschule.

    Die audiovisuelle Rauminstallation entstand in Zusammenarbeit mit Ayla Pierrot Arendt (*1987, München). Bevor sie 2016 ihr Studium der Choreographie und Performance am Gießener Institut für angewandte Theaterwissenschaft bei Prof. Bojana Kunst abschloss, studierte sie an der Akademie der bildenden Künste Wien Malerei bei Prof. Amelie v. Wulffen.

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