• Isabell Ratzinger, Schuhe, 2017. Courtesy und ©: Die Künstlerin

    Isabell Ratzinger, Schuhe, 2017. Courtesy und ©: Die Künstlerin. Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2018. Foto: Christian Lauer

    Ulrike Königshofer, Hören hören, 2012. Kasettenrekorder, Kontaktmikrophon, Lautsprecher. Courtesy und ©: Die Künstlerin. Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2018. Foto: Christian Lauer

    Ulrike Königshofer, Hören hören, 2012. Kasettenrekorder, Kontaktmikrophon, Lautsprecher. Courtesy und ©: Die Künstlerin

    Beate Engl, Arbeiterorgel (Alle Räder stehen still), 2014. Wandobjekt, 115 x 15 x 20 cm, Spieluhr, gestanztes Papier. Edition: 5+1. Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2018. Foto: Janine Drewes

    FORT, Sunny, 2017. Heizung mit Ball. Courtesy : Die Künstlerinnen, Sies + Höke, Düsseldorf. Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2018. Foto: Janine Drewes.

    FORT, Sunny, 2017. Heizung mit Ball. Courtesy : Die Künstlerinnen, Sies + Höke, Düsseldorf. Foto: Achim Kukulies

    Diogo Duda, EQUÂNIME (EQUANIMOUS), 2014. Gläser und Wasser, ca. 40 x 10 x 10 cm. Courtesy: Der Künstler. Foto: Gabriel Paulst

    Diogo Duda, EQUÂNIME (EQUANIMOUS), 2014. Gläser und Wasser, ca. 40 x 10 x 10 cm. Courtesy: Der Künstler. Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2018. Foto: Janine Drewes

    Andy Holden, Laws of Motion in a Cartoon Landscape, 2011–2016. Digitale Animation und Collage, 2-Kanal-Film, 60 Min. Courtesy und ©: Der Künstler

    Andy Holden, Laws of Motion in a Cartoon Landscape, 2011–2016. Digitale Animation und Collage, 2-Kanal-Film, 60 Min. Courtesy und ©: Der Künstler. Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2018. Foto: Janine Drewes.

    Beate Engl, Einer für alle, 2009. Zinkeimer, Motor, Metall, Aluminium, roter Polyester-Stoff, 300 x 155 cm, Edition: 3. Courtesy und ©: Die Künstlerin

    Beate Engl, Einer für alle, 2009. Zinkeimer, Motor, Metall, Aluminium, roter Polyester-Stoff, 300 x 155 cm, Edition: 3. Courtesy und ©: Die Künstlerin. Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2018. Foto: Christian Lauer

    Ulrike Königshofer, Wellenübersetzer, 2015. Apparatur, Rekorder, Kopfhörer, Fotografie. Courtesy und ©: Die Künstlerin

    Ulrike Königshofer, Wellenübersetzer, 2015. Apparatur, Rekorder, Kopfhörer, Fotografie. Courtesy und ©: Die Künstlerin. Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2018. Foto: Janine Drewes

    Hanne Lippard, Ca O Co Co, LED, Spiegel. Courtesy: Die Künstlerin und LambdaLambdaLambda. Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2018. Foto: Christian Lauer

    Hanne Lippard, 101 misspellings of Cappuccino mp3, 2016. Digital audio, acoustic foam panels, automatic milk foamers, organic milk. Courtesy: Die Künstlerin und LambdaLambdaLambda. Foto: Georg Petermichl

    Hanne Lippard, 101 misspellings of Cappuccino mp3, 2016. Digital audio, acoustic foam panels, automatic milk foamers, organic milk. Courtesy: Die Künstlerin und LambdaLambdaLambda. Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2018. Foto: Janine Drewes

    Beate Engl, Kolporteur, 2017. Orgelflöten, Holz, Metall, Gummi, Schläuche, Plexiglas, Lack, Räder, wöchentlich gestanzte schwarze Papierrollen mit jeweils sechs Schlagzeilen als Notenband, 90 x 150 x 90 cm. Courtesy: Die Künstlerin, Foto: Maximilian Geuter

    Beate Engl, Kolporteur, 2017. Orgelflöten, Holz, Metall, Gummi, Schläuche, Plexiglas, Lack, Räder, wöchentlich gestanzte schwarze Papierrollen mit jeweils sechs Schlagzeilen als Notenband, 90 x 150 x 90 cm. Courtesy: Die Künstlerin. Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2018. Foto: Janine Drewes.

    Leda Bourgogne, Ventilation Carnation, 2017. Bleichmittel auf Samt, Aluminium, Holz, 147 x 94 x 2,5 cm. Courtesy: BQ, Berlin, Foto: Pascal Petignat, Wien

    Leda Bourgogne, Ventilation Carnation, 2017. Bleichmittel auf Samt, Aluminium, Holz, 147 x 94 x 2,5 cm. Courtesy: BQ, Berlin. Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2018. Foto: Christian Lauer.

    Ryan Cullen, The Reason All My Friends Are Depressed (United States), 2018. Acryl auf MDF, 43 x 20 cm. Courtesy und ©: Der Künstler

    Ryan Cullen, The Reason All My Friends Are Depressed, 2018. Acryl auf MDF, 43 x 20 cm. Courtesy und ©: Der Künstler. Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2018. Foto: Janine Drewes

    Daniel Kemeny, Da zu stehen, 2017. Video, 5:07 Min. Courtesy und ©: Der Künstler

    Daniel Kemeny, Da zu stehen, 2017. Video, 5:07 Min. Courtesy und ©: Der Künstler. Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2018. Foto: Christian Lauer

    FORT, Eye to Eye, 2016. Türen, Türvorleger, Maße variabel. Courtesy: Die Künstlerinnen und Sies + Höke, Düsseldorf. Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2018. Foto: Janine Drewes

    FORT, Eye to Eye, 2016. Installationsansicht Langen Foundation, Neuss. Türen, Türvorleger, Maße variabel. Courtesy: Die Künstlerinnen und Sies + Höke, Düsseldorf, Foto: René Arnold

    Leda Bourgogne, Locker, 2017. Fahrradschloss, Metallring, 10 x 10 x 10 cm. Courtesy: BQ, Berlin. Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2018. Foto: Christian Lauer

    Leda Bourgogne, Locker 3, 2017. Fahrradschloss, Metallring, 10 x 10 x 10 cm. Courtesy: BQ, Berlin, Foto: Ivan Murzin, Frankfurt

    Tobias Krämer, Schwingende Gitarrenharfe, 2017. Gitarre, Verstärker, RC Elektro Motor, Netzteil, Holz, Drahtlossystem, 270 x 270 x 200 cm. Courtesy und ©: Der Künstler

    Tobias Krämer, Schwingende Gitarrenharfe, 2017. Gitarre, Verstärker, RC Elektro Motor, Netzteil, Holz, Drahtlossystem, 270 x 270 x 200 cm. Courtesy und ©: Der Künstler. Installationsansicht Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 2018. Foto: Christian Lauer

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    16. März 2018 bis 29. April 2018

    Eröffnung / Donnerstag, 15. März 2018 / 18 bis 20 Uhr

    Diese Ausstellung wird gefördert durch:



        

  • Leda Bourgogne / Ryan Cullen / Diogo Duda / Beate Engl /
    FORT / Andy Holden / Daniel Kemeny / Ulrike Königshofer /
    Tobias Krämer / Hanne Lippard / Isabell Ratzinger

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    - der Titel der Ausstellung entstammt der Ursonate von Kurt Schwitters. Nur aus einzelnen Lauten bestehend ist das Gedicht ein Sinnbild für die Destruktion vorherrschender Sinngebung und bürgerlicher Ordnung um 1918. Sowohl methodisch als auch onomatopoetisch verweist der Titel auf die den ausgewählten künstlerischen Positionen inhärenten Mechanismen. Wie in der Umbruchphase nach dem ersten Weltkrieg befinden wir uns aktuell in einem gesellschaftlichen und politischen Spannungsfeld der Infragestellung oder sogar Ablehnung bislang geltender Wertesysteme. Entsprechend zeigen sich in den Arbeitsweisen und Motiven der gezeigten Werke deutliche Parallelen zur Kunstbewegung Dada. Hier wurde das Kunstwerk im herkömmlichen Sinne negiert und traditionelle Kunstformen ironisch bis satirisch weiterentwickelt. Damals wie heute werden Alltagsgegenstände in der Konsequenz durch menschliche Eingriffe von ihren ursprünglichen Aufgaben befreit. Komik wird zum Mittel, scheinbar Unbegreifliches zu verarbeiten.

    Aktuelle regionale sowie internationale Positionen begegnen sich im Parcours der Ausstellung und verbinden Skulptur, Video und Installationen. Gemeinsam hinterfragen sie auf subtile Weise als Realität verstandene Mechanismen und Systeme. Automaten, Readymades oder Objets trouvés, die ihrer ursprünglichen Funktion enthoben wurden, gehen nun zielstrebig ihrer sinnlosen Aufgabe nach. Der Gegenstandszweck wird negiert und schließlich ganz ad absurdum geführt. Scheinbar Bekanntes wird mit immanenten Paradoxien und Widersprüche konfrontiert und verunsichert den Betrachter. Mit Humor werden gesellschaftliche Zwänge, Bürokratie und Effizienz durch Zweckentfremdung ihrer repräsentativen Symbole ironisiert.

    Während die künstlerischen Arbeiten vor hundert Jahren überwiegend als satirische bis geradezu unsinnige Parodien der etablierten Kunst entstanden, wachsen die hier gezeigten Arbeiten vielmehr über eine offensichtliche Unsinnigkeit hinaus. Gesellschaftliche und politische Missstände werden nicht unmittelbar und laut angegriffen, stattdessen wird eine durch den Zeitgeist ausgelöste gesellschaftliche Stimmung über intellektuelle Transfers angestimmt. So übernimmt beispielsweise das maschinelle Element, reduziert auf seine rudimentäre offensichtliche Mechanik, nicht die Funktion, Unbehagen im Hinblick auf eine drohende Substitution des Menschen auszulösen. Es wird vielmehr zum Repräsentanten der eindeutig menschlichen Urheberschaft. In den verschiedenen Arbeiten wiederkehrende Motive und ästhetische Mittel wie Endlosschleifen, kreisende Bewegungen, Monotonie und Wiederholung verweisen auf reale Lebensumstände. Zugleich kommt beispielsweise durch den bewussten Einsatz von Lowtech und den Verweis auf die Natur und physikalische Phänomene als Kunstproduzenten eine idealisierende Sehnsucht und Nostalgie nach „der guten alten Zeit“ zum Ausdruck, die parallel in der aktuellen sozialen und politischen Ausrichtung der Gesellschaft als Gegenpol zu ständigem neoliberalen Fortschrittsstreben und Wandel anzutreffen ist.

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