• Ulrike Königshofer, Hören hören, 2012. Kasettenrekorder, Kontaktmikrophon, Lautsprecher, Foto/Copyright: Ulrike Königshofer

    Beate Engl, Arbeiterorgel (Alle Räder stehen still), 2014. Wandobjekt, 115 x 15 x 20 cm, Spieluhr, gestanztes Papier. Edition: 5+1. Foto: Leonie Felle

    FORT, Sunny, 2017. Heizung mit Ball. Courtesy : Die Künstler, Sies + Höke, Düsseldorf. Foto: Achim Kukulies

    Diogo Duda, EQUÂNIME (EQUANIMOUS), 2014. Gläser und Wasser, ca. 40 x 10 x 10 cm, Courtesy: Der Künstler. Foto: Gabriel Paulst

    Isabell Ratzinger, Schuhe, 2017. Courtesy und ©: Die Künstlerin

    Beate Engl, Einer für alle, 2009. Zinkeimer, Motor, Metall, Aluminium, roter Polyester-Stoff, 300 x 155 cm, Edition: 3. Courtesy und ©: Die Künstlerin

    Ulrike Königshofer, Wellenübersetzer, 2015. Apparatur, Rekorder, Kopfhörer, Fotografie. Courtesy und ©: Die Künstlerin

    Hanne Lippard, 101 misspellings of Cappuccino mp3, 2016. Digital audio, acoustic foam panels, automatic milk foamers, organic milk. Courtesy: The Artist and LambdaLambdaLambda. Foto: Georg Petermichl

    Rinnzekete bee bee nnz krr müü


    16. März 2018 bis 29. April 2018

    Eröffnung / Donnerstag, 15. März 2018 / 18 bis 20 Uhr

  • Leda Bourgogne / Ryan Cullen / Diogo Duda / Beate Engl / FORT /
    Andy Holden / Daniel Kemeny / Ulrike Königshofer / Tobias Krämer / Hanne Lippard / Isabell Ratzinger /

    Der Titel der Ausstellung Rinnzekete bee bee nnz krr müü, eine Zeile aus dem Lautgedicht Ursonate von Kurt Schwitters, verweist sowohl methodisch als auch lautmalerisch auf die Mechanismen der gezeigten Arbeiten. Deutliche Parallelen zu Dada und Fluxus, die sich in den Arbeitsweisen und Motiven der gezeigten Werke finden, rufen nach einem Vergleich der historischen Einbettung. Wie in der Umbruchphase nach dem Ersten Weltkrieg  befinden wir uns erneut in einem gesellschaftlichen und politischen Spannungsfeld, welches mit einer Infragestellung oder sogar Ablehnung bislang geltender Wertesysteme einhergeht. In der Konsequenz wird das Kunstwerk im herkömmlichen Sinne damals wie heute negiert und traditionelle Kunstformen ironisch satirisch weiterentwickelt. Alltagsgegenstände werden durch menschliche Eingriffe von ihren ursprünglichen Aufgaben befreit. Komik wird zum Mittel scheinbar Unbegreifliches zu verarbeiten.

    Im Parcours der Ausstellung verbinden sich Skulptur, Video und Installationen. Gemeinsam hinterfragen sie als Realität verstandene Mechanismen und Systeme. Automaten, die scheinbar keinen Mehrwert erzielen und vielmehr um des „Funktionierens“ Willen existieren, gehen zielstrebig ihrer sinnlosen Aufgabe nach. Mit Humor werden gesellschaftliche Zwänge, Bürokratie, Liquidität und Effizienz durch Zweckentfremdung ihrer repräsentativen Symbole ironisiert. Der Gegenstandszweck wird negiert und schließlich ganz ad absurdum geführt. Immanente Paradoxien und Widersprüche zwingen den Betrachter das Wahrgenommene zu hinterfragen.

     

     

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