• Pinar Yoldas, The Kitty Al: Artifical Intelligence for Governance, 2016, Digital Video, Sound, 12:10‘, Courtesy: The Artist, Supported by SAHA foundation and Röda Sten Konsthall

    Owen Gump, The Narrows, 2016, Pigment Prints on Baryta Paper, 40 x 50 cm, Courtesy: The Artist and BQ, Berlin

    Roee Rosen, The Dust Channel, 2016, Digital Video, HD, Sound, 23 min, Courtesy: The Artist

    Flame, Al, 2016, 38,9 x 38,9 x 7,6 cm, Digital Print on PVC and Alu Frame, Courtesy: Die Künstler und Galerie Noah Klink

    Paul Spengemann, Walking Stick, 2017, Video, HD, Sound, 10 min, Courtesy: The Artist and Produzentengalerie Hamburg

    Yvonne Roeb, NeoZoon II, 2017, Collage, 24 x 33,5 cm, Copyright: Atelier Yvonne Roeb, Courtesy: Galerie Rupert Pfab, Düsseldorf

    Köken Ergun, I Soldier, 2005, Video, 7:14‘, Courtesy: Der Künstler

    Daniel Hartlaub, 2048- When It All Began, 2015, Schwarz-Weiß Druck auf Vliestapete, 586 x 183 cm, Originalzeichnungen: Reisskohle auf Papier, Musik, Töne und Klänge: J Peter Schwalm, Courtesy: Der Künstler

    Mélodie Mousset, HanaHana, 2017, Courtesy: Die Künstlerin

    Alvin Lucier, Directions of Sounds from the Bridge, 1978, Installationsansicht im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden 2017, Sound installation and performance for stringed instrument, audio oscillator and sound-sensitive lights, Courtesy: Der Künstler, Foto: Janine Drewes und Nassauischer Kunstverein Wiesbaden

    The Desire Called Utopia and Other Science Fictions


    04. November 2017 bis 17. Dezember 2017

    Eröffnung / Freitag, 3. November 2017, 18 bis 20 Uhr

    Die Ausstellung wird durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain im Rahmen des Themenschwerpunktes TRANSIT gefördert.



    In Kooperation mit:

    B3 - Biennale des bewegten Bildes /
    29. November - 3. Dezember 2017
    Eröffnung der B3 / 28. November 2017, 19 Uhr
    Schauspiel / Oper Frankfurt und
    Junghofstrasse 3, Frankfurt am Main


    exground filmfest 30 /
    17. - 26. November 2017



    cresc...
    Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main /
    22. - 26. November 2017

  • Köken Ergun / Flame / Owen Gump / Daniel Hartlaub /
    Alvin Lucier / Mélodie Mousset / Yvonne Roeb /Roee Rosen /
    Paul Spengemann / Pinar Yoldas

    Das Verlangen des Menschen, in unbekannte Sphären vorzudringen, aber auch neue Ideen zu entwickeln, um (vermeintliche) Probleme zu lösen und sich somit das Leben zu vereinfachen, führte und führt zu absurden Ausuferungen. The Desire Called Utopia and Other Science Fictions richtet den Blick auf Zukunfts(wunsch)visionen verschiedener, auch in der Vergangenheit liegender Generationen der Menschheit. Eine Dekade nach der gleichnamigen Veröffentlichung des amerikanischen Theoretikers Frederic Jameson, der sich mit zwei polarisierenden Merkmalen des Zeitalters der Globalisierung auseinandersetzt, dienen seine Thesen als Ausgangspunkt für eine international besetzte Gruppenausstellung. Die Künstlerinnen und Künstler blicken mit kritischem aber auch ironischem Blick aus der Gegenwart auf diese zukunftsgerichteten „Verbesserungen“ der Vergangenheit oder schaffen weitere Utopien beziehungsweise Lösungsansätze für die Zukunft.

    Die gesellschaftliche Bedeutung der Entwicklung von atemberaubenden neuen Technologien sowie das Verhältnis von Science-Fiction und Utopie werden durch die Repräsentation des Anderen, des Lebens in fremden Welten und durch die Entlarvung gescheiterter Visionen ironisch kommentiert. Die fremden oder zukünftigen Welten bewegen sich zwischen Sphären von mythisch angehauchtem, realem Nationalismus und sterilen, rosaroten bis violetten virtuellen Räumen, in denen sich mit Superkräften behaftete Avatare bewegen. Geheimnisvolle High-Tech-Anlagen stehen Internierungslagern und Staubsaugern gegenüber. Geisterhafte Stabschrecken treffen auf sprechende Artificial Intelligence-Kätzchen, quietschend fröhliche Popkultur auf Katastrophen, die über eine Smartphone-App ausgelöst werden können. Am Ende siegt die Liebe und Streichinstrumente kommunizieren mit dem Licht. Selbst ohne die entsprechende Filmkulisse verbinden sich in diesen Welten auf vielfache Art und Weise Schrecken und Spaß.

    In Videos, Fotografien, Digitalprints, Graphic Novels sowie Virtual Reality- und Soundinstallati- onen werden die Realisierbarkeit von Utopien und der Realitätsgehalt von Science Fiction auf den Prüfstand gestellt. Steckt in Science Fiction – gerade aus der Zukunft betrachtet – ein viel größerer Realitätsgehalt als es der Begriff zunächst vermittelt?

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