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Linien
/ Janaki Lennie |
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13. Mai bis 1. Juli 2007
Eröffnung: Samstag, 12. Mai 2007 / 17 bis 20
Uhr
Kuratorin: Caroline Erkenswick
Dem ersten Anschein nach sind Janaki Lennies
Bilder leer – die bloße weiße Fläche eines Blatt
Papiers wird dem Betrachter zum Betrachten
gegeben. Beim näheren Betrachten werden winzige
Objekte sichtbar. Bäume oder menschliche Figuren
stehen zusammen oder getrennt, aber immer auf
eine Art und Weise arrangiert in dem Raum des
weißen Blatt Papiers.
Durch die Luftperspektive, welche für die
Zeichnungen ausgewählt wurde und dem fehlenden
Horizont wird für den Betrachter die Weite des
Raumes schier grenzenlos, so dass sich das
Geschehen in ihm verliert. Ein sonderbares
Licht, in das die Objekte eingetaucht sind,
lässt die Schatten lang werden und eine zart
aber merkbar gezeichnete Linie teilt den Raum
beziehungsweise teilt den Raum ein, in dem
Objekte platziert sind.
Die Reduziertheit der Bilder wandelt sich zu
einem Freiraum um in dem sich eine Art von Ruhe
ausdehnt die der Betrachter in sich aufnimmt. In
anderen Arbeiten ist ein Augenblick eingefangen.
Ein flüchtiger Blick wird hier festgehalten und
zum Bildinhalt. Vorbei an Architektur und Natur
wird aus der Perspektive heraus ein Blick zum
und in den Himmel hergestellt in dem Weiteres
zeichnerisch nur kurz „erwähnt“ ist. Bei Janaki
Lennie wird der leere Raum zum uneinnehmbaren
Freiraum.
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