Linien / Janaki Lennie

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. Mai bis 1. Juli  2007
Eröffnung: Samstag, 12. Mai 2007 / 17 bis 20 Uhr

Kuratorin: Caroline Erkenswick

Dem ersten Anschein nach sind Janaki Lennies Bilder leer – die bloße weiße Fläche eines Blatt Papiers wird dem Betrachter zum Betrachten gegeben. Beim näheren Betrachten werden winzige Objekte sichtbar. Bäume oder menschliche Figuren stehen zusammen oder getrennt, aber immer auf eine Art und Weise arrangiert in dem Raum des weißen Blatt Papiers.

Durch die Luftperspektive, welche für die Zeichnungen ausgewählt wurde und dem fehlenden Horizont wird für den Betrachter die Weite des Raumes schier grenzenlos, so dass sich das Geschehen in ihm verliert. Ein sonderbares Licht, in das die Objekte eingetaucht sind, lässt die Schatten lang werden und eine zart aber merkbar gezeichnete Linie teilt den Raum beziehungsweise teilt den Raum ein, in dem Objekte platziert sind.

Die Reduziertheit der Bilder wandelt sich zu einem Freiraum um in dem sich eine Art von Ruhe ausdehnt die der Betrachter in sich aufnimmt. In anderen Arbeiten ist ein Augenblick eingefangen. Ein flüchtiger Blick wird hier festgehalten und zum Bildinhalt. Vorbei an Architektur und Natur wird aus der Perspektive heraus ein Blick zum und in den Himmel hergestellt in dem Weiteres zeichnerisch nur kurz „erwähnt“ ist. Bei Janaki Lennie wird der leere Raum zum uneinnehmbaren Freiraum.


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