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Am Schlimmsten / Nicht im Sommer sterben
18. März bis 29. April 2007

Donna Conlon / Tessa Farmer / Ham Jin /Johanna Karlsson / Thom Kubli /
Walter Martin & Paloma Munoz / Jennifer & Kevin McCoy / Tom Molloy /
Piero Steinle / Kathleen Vance / Anne Wilson / Ryan Wolfe


Eröffnung: Samstag, 17. März 2007 / 17 bis 20 Uhr
Kuratoren: Elke Gruhn / Katharina Klara Jung
mit -> Publikation

„Am Schlimmsten: nicht im Sommer sterben, wenn alles hell ist und die Erde für Spaten leicht.“ Mit diesem lakonischen Hinweis beendet Gottfried Benns sein Gedicht „Was schlimm ist“ und gibt damit eben jenem schwer greifbaren Gefühl Ausdruck, das sich irgendwo zwischen heiterer Ironie und zynischer Schicksalsergebenheit befindet; dasselbe mulmige Gefühl, das bleibt, wenn man vielleicht im stillsten Moment einer Beerdingung das Lachen über einen plötzlichen Gedanken schuldbewusst erstickt, die seltsame Leere, in der das Erschrecken über die eigene Einstellung angesichts einer grotesken Begebenheit widerhallt.

Genau dieses Gefühl auf dem schmalen Grat zwischen Lachen und Weinen ist es, das die Künstler der Ausstellung auf ganz unterschiedliche Weise fasziniert.

Donna Conlon lies eine Kolonne von Blattschneiderameisen zerschnittene Friedenszeichen und Flaggenfragmente der damals 191 (heute 192) Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen tragen. Ihr Video „Coexistencia“ (2003) zeigt allerdings nicht alle dieser Flaggen: hinter dem angeknabberten Friedenszeichen wird ein Stück kroatischer Flagge getragen, Turkmenistan, Oman, Osttimor – die Zeichen der Länder, deren jüngere Vergangenheit von militärischen Konflikten geprägt sind, werden samt des CND-Symbols in den Ameisenhügel verschleppt.


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