Klaus Süß / Zyklen
17.02.-31.03.2002
Kurator: Wolfgang Grätz
Als Ausstellungskatalog erscheint das
Werkverzeichnis der Grafischen Mappen von Klaus Süß.
Zur Ausstellung wird eine Vorzugsgrafik von Klaus
Süß aufgelegt. Es handelt sich bei der Ausstellung
um ein fast einzigartiges Werk von mehr als 50
grafischen Mappen, die der 1951 in Crottendorf im
Erzgebirge geborene Künstler geschaffen hat. Süß'
Weg zur Existenz als freischaffender Künstler war
absolut DDR-untypisch: Zunächst in einem handfesten
Beruf ausgebildet, mied er die DDR-Kunstakademie und
organisierte ebenso kraftvoll, wie seine Bilder es
sind, seine Ausbildung selbst. Er suchte sich seine
Lehrer unter den nicht angepassten Künstlern u.a.
der Gruppe Clara Mosch, organisierte
Ausbildungszirkel und entwickelte so eine eigene
Bildsprache, die die expressionistische Tradition
mit der Figuration der "Jungen Wilden" verschmolz.
Von Staatsaufträgen blieb er verschont. Gestrafft
und intensiviert wurde seine künstlerische
Handschrift durch mehrere Arbeitsaufenthalte im
südlichen Afrika Mitte der neunziger Jahre, deren
Ergebnisse zu Teilen auch schon im NKV ausgestellt
waren.
Süß' Inhalte sind die archaischen Fragen nach Liebe
und Gewalt, Herrschaft und Eros. Von Material und
genius loci geprägt, arbeitet der in Chemnitz
lebende Künstler schwerpunktmäßig in der Technik des
Holz- und Linolschnitts in der verlorenen Form. Dazu
hat er eine spezielle Methode des Farbauftrags
entwickelt, die die Flächen porös und lebendig
erscheinen lässt.
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