Sehnsucht nach
Utopie / Film und Fotografie im Dialog
Rizk Hazekamp /
Wiebke Grösch & Frank Metzger / Boris Eldagsen /
Astrid Herrmann
11.02.-12.03.2000
Kuratoren: kunstadapter, Wiesbaden (Andreas Greulich,
Marc Peschke)
mit -> Publikation
Abgeleitet ist das Wort "Utopie" aus einem für die
Neuzeit wichtigen Staatsroman: Der englische
Staatstheoretiker Sir Thomas Morus siedelte den
bestmöglichen aller Staaten 1516 in seinem Buch auf
der fernen Insel "Utopia" im Nirgendwo an. Fünf
Institute in Wiesbaden verschrieben sich der Frage:
Mit welchen Erwartungshaltungen verbinden heute
junge Künstler Utopien? Im Ideenwettbewerb
"Sehnsucht nach Utopie. Film und Fotografie im
Dialog" den 1998 die Galerie Kunstadapter anregte,
wurden nicht nur zwei Arbeiten – Stanislaw Muchas
Dokumentarfilm "Ein Wunder" und Stefan Kaminskis
Foto "Linie 6" – mit Geldpreisen in Höhe von je 4000
Mark prämiert. Aus etwa 500 europäischen
Einsendungen wurde eine sehenswerte
Sonderausstellung mit medialen Arbeiten von rund 40
Künstlern: das Landesmuseum Wiesbaden, der
Kunstverein, der Bellevuesaal, die Galerie
Kunstadapter als Ideengeber sowie die FilmBühne
Caligari waren als Ausstellungsorte
Kooperationspartner.
In Anlehnung an eine Idee, eine Münze in die Tiefe
eines Brunnens zu werfen und einen Wunsch offen zu
haben, entstand Katarina Matiaseks und Robin
Rimbauds virtueller Wunschbrunnen. An Gerhard
Richters Gemäldezyklus "18. Oktober 1977" knüpft das
Foto-Tableau "Reflex" von Helen Wernitz an.
Ein größerer Teil der Arbeiten bezog sich auf Mythen
des Western Genres. Die Holländerin Riz Hazekamp
travestiert sich in Großfotos provokativ als
zweigeschlechtlicher Cowboy und ballernde Amazone.
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2000/2001 |
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