Der Nassauische Kunstverein Wiesbaden – NKV

1847 von Bürgern der Stadt als „Gesellschaft der Freunde bildender Kunst" im Herzogtum Nassau gegründet, zählen wir seit mehr als 160 Jahren zu den Kunst- und 
Kulturinstitutionen der hessischen Landeshauptstadt.
Engagiert und konsequent zeigen und vermitteln wir spannende zeitgenössische Kunst und bieten jungen, noch nicht 
etablierten KünstlerInnen und Kulturschaffenden ein Experimentierfeld und erstes Sprungbrett in die professionelle Laufbahn.

Einen Schwerpunkt unserer Ausstellungstätigkeit bildet die Förderung junger, experimenteller Kunst aus dem In- und Ausland. Sowohl in Zusammenarbeit mit dem NKV-Team, als auch gelegentlichen Gastkuratoren bieten wir jungen Kulturschaffenden eine Plattform für erste kuratorische Praxis.
Im Bewusstsein an die kulturelle Geschichte Wiesbadens fördern wir mit dem jährlichen und weltweit ausgeschriebenen Stipendium Follow Fluxus KünstlerInnen, die mit Ihrer Arbeit an das Gedankengut der internationalen Kunstbewegung Fluxus anknüpfen.

An unsere Ausstellungen gliedert sich ein umfangreiches Vermittlungsangebot mit Führungen, Diskussionsrunden und Künstlergesprächen. Zusätzlich veranstalten wir Kunstreisen zu wichtigen Ausstellungen im In- und Ausland, die sowohl für unsere Mitglieder, als auch für Gäste offen sind. Zum Teil in Kooperation mit anderen Institutionen realisieren wir außerdem interdisziplinäre Veranstaltungen wie Theater-, Film- und Kinderprogramme.


Kurze Geschichte des NKV

Die Gründungsmitglieder des NKV kamen überwiegend aus dem Großbürgertum Wiesbadens. Ihr Anliegen war es Bildende Kunst zu fördern, ohne dabei von Politik und Staat abhängig zu sein. Die erste Dauerausstellung wurde im Gemäldesaal der damals im Erbprinzenpalais untergebrachten Bibliothek errichtet: „mit älteren und neueren Kunstwerken in- und ausländischer Künstler“, wie es im damaligen Protokoll festgehalten wurde.

Innerhalb kürzester Zeit wurde der NKV zur mitgliederstärksten und populärsten Privatgesellschaft der Stadt. 1850 wurde der Verein mit der Aufgabe betraut, die Staatliche Kunstsammlung zu verwalten – erst 1899 ging diese Aufgabe an die Stadt über – es fehlte jedoch an eigenen Räumen.

Erst nachdem das Museum Wiesbaden von der Stadt an das Land übergeben wurde, erfüllte sich der erste Schritt der bereits bei der Gründung formulierten Bestrebung, einen eigenen Ausstellungsort für den NKV zu finden: 1979 bezogen wir unseren Sitz in der Wilhelmstraße 15, der „Prachtstraße“ Wiesbadens, in einer großzügigen dreistöckigen Altbauvilla mit rund 350 m² Ausstellungsfläche.

Mit dem Abschluss des Erbpachtvertrags im Frühjahr 2007 wurde uns dieses Haus auf 66 Jahre übereignet, womit wir die bislang höchste Anerkennung in unserer Geschichte verzeichnen konnten.

Der NKV ist Mitglied im Arbeitskreis Stadtkultur sowie im ADKV, der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine.