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Laura Kuch / Mach dass alles gut wird
23. September 2007 bis 22. Juli 2008

Eröffnung Samstag, 22. September 2007, 17 bis 20 Uhr
Finissage 6. Januar 2008, 15 bis 18 Uhr
kuratiert von Katharina Klara Jung / Caroline Erkenswick
mit -> Edition

Ich werde Dir nie das Herz brechen ich liebe Dich alles was Du willst wird sich heute erfüllen ich verspreche Dir ein gutes Ende - Worte wie diese flüstert Laura Kuch in ihren Installationen den Besuchern zu, schwört ihnen schriftlich, dass sie gesegnet sind und lässt jeden seine eigene Geschichte spinnen um ein Porzellanschwanenpärchen, das sich zum leisen Klang von Tschaikowskys Schwanensee dreht. Die ebenso zarten wie holprigen Töne der Spieluhr, auf der das langsam über den Teppich wandernde Sonnenlicht funkelt, schaffen eine seltsam zerbrechliche Atmosphäre, die nicht nur Erinnerungen und Gedanken weckt, sondern vielleicht auf dieses leise, gehauchte Seufzen, das nicht ganz eingestandene Sehnsucht zuweilen entschlüpfen lässt – bis die letzten Töne verklungen sind und das Schwanenpärchen zum Stillstand kommt. (Two swans a carpet and a tune, 2006)

Aus der Tapete geschnitten, wie ein Relikt, Zeuge eines tief empfundenen Verlangens, das gleichzeitig von Ohnmacht erzählt, steht da „Mach dass alles gut wird“. Die Worte sind mit einem Messer in das Material geschnitten – vielleicht aus Langeweile? Aus Verzweiflung? Weil man mit dem Rücken an der Wand steht und keinen Ausweg mehr sieht? Vielleicht weil sich die eigene Energie erschöpft hat und man vor dem Leben kapituliert – aber es ist nicht ein verzweifeltes Gekrakel, das da in das Tapetenstück geritzt ist. Der arabeske Anfangsbuchstabe erinnert an Märchenbücher, an Sagen und Geschichten, bei denen die Guten glücklich und zufrieden lebten, und wenn sie nicht gestorben sind… ist also doch nur alles Ironie? Auf wessen Schultern wird diese Aufgabe abgeladen? Als Betrachter wird man passiver Mitflehender, der ebenfalls da steht, hoffnungs- und vielleicht antriebslos Worte in die Tapete ritzt, oder fühlt sich als diese unbestimmte Person oder Macht angesprochen, stellt sich dem viel gehegten Wunsch, der im realen Leben immer unerfüllt bleibt und bleiben muss – und weiß, dass man scheitert. (Als das Wünschen noch geholfen hat, 2007)

Diese Sehnsucht nach dem Happy End ist in Laura Kuchs Arbeiten eingeschrieben. Während die Soundinstallation „Tell me tell me (don’t tell me)“ (2005) mit der geloopten Textzeile „today everything you want I swear it all will come true“

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