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Emily Wardill: The Diamond (Descartes' Daughter), 2008, Filmstill

Follow Fluxus / Emily Wardill
Sea Oak / The Diamond (Descartes’ Daughter)

7. September bis 24. Mai 2008
Eröffnung Samstag 6. September 2008, 16 bis 20 Uhr

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Der Nassauische Kunstverein präsentiert die erste Follow Fluxus Stipendiatin Emily Wardill (*1977 Rugby, UK) mit ihren zwei neuesten Filminstallationen Sea Oak und The Diamond (Descartes’ Daughter).

“This is a stand-in for Francine, Descartes’ daughter, who never washed up on the shores of Sweden. (…)”1 Mit diesem Satz leitet eine mechanisch klingende Off-Stimme mit schwedischem Akzent den Film The Diamond (Descartes’ Daughter) (15 min) ein. Ihre Worte beschreiben die Szene, die der 16mm Projektor als fast schwarzes Bild an die Wand wirft: Mit vollem Körpereinsatz spielt ein 12 Jahre altes Mädchen Nintendo Wii. Einzige Lichtquelle sind zuckende Stroboskopblitze, in denen ausschließlich die weißen Linien entlang ihrer Arme und Beine reflektiert werden und damit die Mechanik ihrer Bewegung nachzeichnen. Das Kostüm, das sie trägt, ist das gleiche, das die Modelle des französischen Physiologen, Erfinders und Fotografen Étienne-Jules Marey (1830- 1904) trugen bei dessen chronofotografischen Aufnahmen, die die erste Darstellung von Bewegungsabläufen ermöglichten.

Von diesem Bild aus führt die Stimme durch ein verwobenes Geflecht aus verschiedenen Mythen, die sich in einer von Stimme und Bildern aufgebauten Assoziationskette über- und ineinander legen:


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