Eine Kooperation des Nassauischen Kunstvereins und der Landeshauptstadt Wiesbaden
 

„FLUXUS Wiesbaden war das ehrgeizigste aller Projekte. Es dauerte einen Monat, wobei an jedem
Wochenende drei, vier oder fünf Performances stattfanden. Die anderen Festivals waren kleiner.
Das tolle an Wiesbaden war, dass wir uns nicht um die Zeit zu kümmern brauchten – wir konnten
viele unheimlich lange Stücke darbieten, die nie in andere Festivals gepasst hätten.(…)“
Dick Higgins, Postface, New York 1964
 

Im Jahr 2008 wird erstmalig das Wiesbadener Stipendium „Follow Fluxus – Fluxus und die Folgen“ vergeben. Ziel ist es, internationale, junge Künstler/Innen zu fördern, die in ihrem Werk die Ideen der Kunstbewegung Fluxus aufgreifen und hierdurch die Kunstströmung lebendig halten. Die Gründung des Stipendiums geht auf die „Fluxus Festspiele Neuester Musik“ zurück, die 1962 in Wiesbaden stattfanden. Mit dieser Fluxusveranstaltung bekam die neue Kunstrichtung erstmals ein breites Echo.

Das Wiesbadener Stipendium Follow Fluxus – Fluxus und die Folgen

Mit 10.000 EUR gefördert werden sollen junge, internationale Künstler/Innen, deren Arbeit sich Anleihen aus dem Gedankengut und den Arbeitsweisen von Fluxus bedient. Das Arbeitsstipendium wird für drei Monate von Juni bis August vergeben. Während dieser Zeit werden den Stipendiaten Wohn- und Studioräume im NKV zur Verfügung gestellt. Im Anschluss an das Arbeitsstipendium findet von September bis Ende Mai des folgenden Jahres im NKV eine Ausstellung der Stipendiaten statt, zu der eine Publikation erscheint.

Für die Dauer des Stipendiums sollten sich die Stipendiaten überwiegend in Wiesbaden aufhalten. Nominiert werden können nationale und internationale Künstler/Innen im Alter von 18 bis 47 Jahren aus dem Bereich der Bildenden Kunst. Das Stipendium ist offen für alle künstlerischen Medien einschließlich performativer Ansätze.
 
Auswahlverfahren

Eine Eigenbewerbung ist grundsätzlich nicht möglich. Der NKV lädt Vertreter internationaler Kunstinstitutionen mit dem Schwerpunkt zeitgenössischer Kunst ein, jeweils einen möglichen Kandidaten für das Stipendium bis zum 15. Dezember zu benennen.
Aus den nominierten Kandidaten wählt eine unabhängige Jury im darauf folgenden Februar die Stipendiatin / den Stipendiaten des Jahres. Die Jury wird vom NKV und von der Stadt Wiesbaden ernannt und setzt sich wie folgt zusammen:
     1. ein Vertreter / eine Vertreterin des NKV
     2. ein Vertreter / eine Vertreterin des Kulturdezernats der Landeshauptstadt Wiesbaden,
     3. ein Vertreter / eine Vertreterin der Sammlung Berger, Wiesbaden sowie
     4. und 5. externe Berater, die von 1 bis 3 ernannt werden.
 
Verpflichtung des Stipendiaten

Die Stipendiaten verpflichten sich, an der mit dem Stipendium verbundenen Ausstellung in Wiesbaden und dem begleitenden Katalog aktiv mitzuarbeiten und beim Aufbau der Ausstellung anwesend zu sein. Die Stipendiaten gestatten dem NKV und der Stadt Wiesbaden unentgeltlich und unwiderruflich über die Stipendiumsvergabe zu berichten. Dabei dürfen der NKV und die Stadt Wiesbaden alle ihnen zugänglich gemachten Informationen in Wort, Schrift und Bildformaten über Werk und Person im Umfeld der Stipendiumsvergabe, Preisverleihung und des Kataloges ohne Einschränkung verwerten.
 
Abschlussbestimmungen

Falsche Angaben und Nichteinhaltung der Mitwirkungspflicht führen zum Ausschluss aus dem Wettbewerb und zur Aberkennung des Stipendiums.