Tekla Aslanishvili 
Der Plan und die Karte
Eine Filmchronik über den Auf-und Abbau von Infrastruktur

17. Oktober 2025 – verlängert bis 1. Februar 2026 


Der Nassauische Kunstverein Wiesbaden präsentiert die erste umfassende Einzelausstellung der Künstlerin Tekla Aslanishvili (*1988 in Tiflis) – eine der spannendsten Stimmen der zeitgenössischen Videokunst – in Deutschland. In vier eindrucksvollen Filmen widmet sich die in Berlin, Tiflis und Wien lebende Künstlerin der Frage, wie Infrastruktur – von Bahnlinien bis zu Stromnetzen – Schauplatz politischer Macht und zugleich Ort für soziale Utopien sein kann.

Aslanishvilis Werke verbinden präzise Recherche mit poetischen Bildern und verweben dokumentarische Formen mit persönlichen Erzählungen, musikalischen Kompositionen und politischen Analysen. Im Zentrum der Ausstellung steht ihr neuer Zweikanal-Film The Mountain Speaks to the Sea (2024–25), der von den politischen, sozialen und ökologischen Dynamiken rund um ein geplantes Unterseekabel im Schwarzen Meer erzählt. Er wird zusammen mit früheren Werken wie Scenes from Trial and Error (2020) präsentiert, das die gescheiterte Vision untersucht, ein georgisches Fischerdorf in eine futuristische Smart City zu verwandeln. Karten, Fotografien und Recherchematerialien begleiten die Filme und eröffnen einen vielschichtigen Ausstellungsrundgang über zwei Etagen des Kunstvereins.

Der Film Scenes from Trial and Error (2020) ist der diesjährige Beitrag des Nassauischen Kunstvereins zum exground filmfest.

Mitwirkende /

Fotografische Arbeiten: Nikoloz Tabukashvili, Guram Tikanadze
Recherche: Alexandra Aroshvili (The Mountain Speaks to the Sea), Evelina Gambino (A State in a State)
Drehbuch: Evelina Gambino (A State in a State)
Co-Regie: Giorgi Gago Gagoshidze (Stone of Hell)
Komposition: Ani Zakareishvili, Nika Pasuri
Ausstellungsarchitektur: Natalia Nebieridze


Wir danken herzlich für die freundliche Unterstützung: Kulturamt Wiesbaden, Hessische Kulturstiftung, Naspa, Schufa, Universität der Künste Berlin Graduiertenschule und Sektkellerei Henkell. In Kooperation mit exground filmfest.

Lola Göller
A Worm in the Cherry

12. September 2025 – 3. Mai 2026

 

Der Nassauische Kunstverein Wiesbaden zeigt mit A Worm in the Cherry eine Einzelausstellung der Berliner Künstlerin Lola Göller (*1983 in Frankfurt am Main) im Rahmen des Follow Fluxus-Stipendiums 2024/25.

What the fuck is happening? Anhand dieser Frage erforscht Göller die alltägliche mediale Dauerbeschallung im grotesken Gleichklang von Katastrophen und Katzenbildern. Verschiedene Stimmen, auch ihre eigene, nutzt sie als erzählerisches oder konfrontatives Mittel, um sich mit Dysfunktionen, Verzerrungen, Renitenzen und (digitalem) Kontrollverlust auseinanderzusetzen. Der Wurm in der Kirsche dient hier als Metapher für Systemfehler, strukturelle Zerstörungen und zivilen Ungehorsam.

Lola Göllers Praxis umfasst Objekte, Installationen sowie ein breites Spektrum audiovisueller Formate. Ihre interdisziplinäre Herangehensweise verbindet medienreflexive Ansätze mit einer kritischen Befragung von Wahrnehmung, Erinnerung und sozialen Dynamiken.

Die Resultate ihres Arbeitsaufenthalts sind nun im Kunstverein zu sehen: fueled by ire, informed by friends and ghosts, topped with no cake but a cherry.

Wir danken dem Kulturamt Wiesbaden und der Sektkellerei Henkell für ihre freundliche Unterstützung der Ausstellung.


Aufgepasst! 
Ab sofort findet ihr den Nassauischen Kunstverein Wiesbaden auf unserem neuen Instagram Account. Dort teilen wir Einblicke, aktuelle Infos und besondere Momente rund um unsere Ausstellungen und Projekte.
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Termine

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Donnerstag, 22. Januar 2026, 17 Uhr
Schüler:innen entdecken zeitgenössische Kunst
Präsentation der Workshop-Ergebnisse

Donnerstag, 26. Februar 2026, 19:30 Uhr
Ausstellungseröffnung
Barbara Proschak
Bewegte Ordnung. Vom Bedürfnis der Motive

Sonntag, 8. März 2026, 15 Uhr
Führung durch die aktuellen Ausstellungen

Samstag, 11. April 2026, 19-24 Uhr
Kurze Nacht der Galerien und Museen

Sonntag, 19. April 2026, 15 Uhr
Führung durch die aktuellen Ausstellungen

Sonntag, 7. Juni 2026, 15 Uhr
Führung durch die Ausstellung von Barbara Proschak

Donnerstag, 18. Juni 2026, 19 Uhr
Late Art & Drinks

Sonntag, 28. Juni 2026, 15 Uhr
Führung durch die Ausstellung von Barbara Proschak mit Direktorin Lotte Dinse